
Zunächst geht die Fahrt gen Osten nach Utah in den Zion National Park. Wenn dies der erste Nationalpark in den USA ist, den Sie besuchen, dann haben Sie bereits eines der Juwelen gefunden. Die spektakuläre Canyonlandschaft mit ihren uralten Gesteinsformationen lassen sich am besten wandernd erleben. Doch auch für jene die ihr Auto nur ungern verlassen, sind viele beeindruckende Fotomotive zu haben. Das beeindruckende Panorama setzt sich auch auf der Weiterfahrt über den Scenic Byway (Highway 12) fort, der diesen Namen nicht umsonst erhalten hat. Entlang dieser Strecke liegt der Bryce Canyon National Park mit seinen Gesteinsformationen, welche mysteriösen Gestalten und bizarren Gebäuden zu gleichen scheinen.

Der kleine Ort Escalante, ebenfalls am Highway 12, bietet aufgrund der dort lebenden Aussteiger und Künstler ein alternatives Flair und ist gleichzeitig Tor zum Grand Staircase-Escalante National Monument, einem touristisch wenig erschlossenen Naturdenkmal dessen Schichtstufenlandschaft einer gigantischen Treppe ähnelt. Und wer gedacht hat, dass Farben von Felsformationen im Grund genommen langweilig sind, wird im Capitol Reef National Park eines Besseren belehrt. Bei der Ortschaft Torrey geht es auf dem Highway 24 und schließlich auf dem Highway 191 weiter zum Arches National Park. Hier können Sie die weltweit größte Ansammlung an natürlichen Sandsteinbögen bewundern. Besonders geeignet ist dieser Park auch für bewegungsfaule Zeiggenossen, denn viele der Bögen sind direkt von der Straße aus zu sehen oder liegen in sehr kurzer Laufentfernung.
Nur ca. 8 km vom Park entfernt stellt die Ortschaft Moab mit seinem immensen Angebot an unterschiedlichen Aktivitäten alle Outdoor Begeisterte vor die Qual der Wahl. Und wenn Ihnen zu Ihrer Outdoor-Ausrüstung noch irgendetwas fehlt, in Moab finden Sie es bestimmt. Der nächste Park auf unserer Rundreise ist der Canyonlands National Park. Dort können Sie sich ganz dem Wildnisabenteuer hingeben. Die Besucherdichte ist wesentlich geringer, was nicht heißt, dass die hier zu findenden Gesteinsformationen weniger interessant wären.

Nach so viel Natur ist es auch einmal Zeit für ein wenig Kultur. Der erste Schauplatz ist der im Staat Colorado liegende Mesa Verde National Park. Hier lassen sich wundervolle Felsbehausungen bewundern, die vor Hunderten von Jahren von den Anasazi Indianern errichtet und schließlich aus historisch nicht eindeutig geklärten Gründen wieder verlassen wurden. Eine weitere Station ist das westlich liegende Monument Valley, das von den Navajo Indianern verwaltet wird und daher auch kulturell sehr interessant ist. Die hier ansässigen Navajos pflegen noch weitgehend ihre traditionellen Lebensweisen. Die Tafelberge des Monument Valley wurden bereits als Kulisse für zahlreiche Filme verwendet.
Das im Südosten gelegene Canyon de Chelly National Monument gehört ebenfalls zur Navajo-Nation Reservat. Auch in diesem hauptsächlich aus zwei Canyons bestehenden Park befinden sich zahlreiche historisch interessante Ruinen, die auch Pueblos genannt werden. Weiter im Westen liegt das Hopi Indian Reservat. Achtung, Touren sind nur mit Führung möglich und das Fotografieren von Menschen und Siedlungen ist streng verboten. Vermeiden Sie es auch, nur danach zu fragen! Anschließend führt die Route zum Grand Canyon National Park. Diese rund 450 km lange Schlucht ist ein einzigartiges Naturwunder und lockt mit ihrer atemberaubenden Weite und Schönheit jedes Jahr unzählige von Besuchern an.

Nächste Station ist das rund 120 km weiter liegende Flagstaff. Lassen Sie sich in hippen Restaurants mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen und tauschen Sie beim Bier mit anderen Reisenden Geschichten aus. Auf dem Weg nach Las Vegas zurück empfiehlt sich ein Halt am Hoover Dam, einer gigantischen Staumauer, die auch für den Science-Fiction Film Transformers verwendet wurde. Von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung zurück nach Las Vegas, wo Ihnen die Glitzermetropole nach all den Naturerlebnissen wahrscheinlich riesig und hektisch vorkommen wird.